Karl Valentin und Bertolt Brecht

Ja, tätsächlich. Sie sind zusammen aufgetreten, und zwar am Abend der Uraufführung von „Trommeln in der Nacht“ – und mit ihnen alles, was Rang und Namen. Ein großer Spaß muss das gewesen sein – und der Ursprung des epischen Theaters. Dirk Heißerer beschreibt „Die rote Zibebe“.
Außerdem noch Beiträge zu Erich Mühsam, Marcel Proust, Ruth Landshoff-Yorck und Wolf von Niebelschütz.
Alles das ist zu finden im neuen JUNI Magazin.

Jetzt erhältlich, ordern beim Verlag:
IMPROVISATIONEN IN MEHR ALS ZWEI BILDERN
Dargebracht von (in order of appearance) Bertolt Brecht, Karl Valentin, Liesl Karlstadt, Valeska Gert, Annemarie Hase, Max Schreck, Kurt Horwitz, Hugo Welle, Joachim Ringelnatz, Ludwig Hardt, Klabund, Ruth Landshoff-Yorck, Erich Mühsam, Joseph Roth, Emil Szittya, Marcel Proust, Max Eyth, 
Wolf von Niebelschütz, Wilhelm Speyer, 
Hermann Kesten und Klaus Mann.

Herausgegeben von Gregor Ackermann und Walter Delabar

JUNI
Magazin für Literatur und Politik
AISTHESIS VERLAG www.aisthesis.de
Bielefeld 2015
Abonnement 25 Euro, Hefteinzelpreis: 34 Euro

Kollateralschäden der Gerechtigkeit

Das Krimigenre inszeniert Gerechtigkeit als Rechtsverstoß und personalisierte Gewalt als legitim. Eine fatale Entwicklung. 

In Kriminalromanen und -filmen werden Rache und Vergeltung immer häufiger der Strafe durch das Rechtssystem vorgezogen. Diese Entwicklung ist nachvollziehbar, ist Rache doch konkreter und direkter als es jede polizeiliche Ermittlung und ein Gerichtsverfahren sein könnten. Fatal ist es doch.
Jetzt erschienen in: Weimarer Beiträge 60 (2014) H. 2, S. 266-275.

Literaturwissenschaftliche Web-Recherchen

Die literaturwissenschaftliche Recherche nutzt nicht nur neue Medien, sondern setzt auch auf neuen Strukturen und Praktiken auf. Das ist nicht verwunderlich, wird aber in Forschung und Lehre kaum reflektiert. Auf der Basis einer Umfrage unter Studierenden untersucht der Beitrag die Praxis von Studierenden unter den neuen Studien- und Medienverhältnissen.

Jetzt erschienen unter dem Titel: Paradigmenwechsel- Zur Neuausrichtung der literaturwissenschaftlichen Recherche im Kontext von WorldWideWeb und studentischen Effizienztrateegien. In: Jahrbuch für Internationale Germanistik XLVI (2014), H. 1, S. 9-21.

Neue Ausgabe des JUNI-Magazins erschienen

Erzählte Wirtschaftssachen. Ökonomie und Ökonomisierung in Literatur und Film der Weimarer Republik.

Hrsg. von Gregor Ackermann, Walter Delabar und Michael Grisko 
Themen: Kino und Inflation (Stiasny), Der Zusammenbruch der Damrstädter und Nationalbank (Radu), Filmromane als Spieel der Moderne (Grisko), Franz Jungs „Eroberung der Maschinen“ (Stahl), Sternheims „Fairfax“ (Lutz), Brechts „Mahagonny“ (Balint), Angestelltenromane (Nowak), Großstadt als höfische Gesellschaft (Kluger), Walsers „Räuber-Roman“ (Hobus), Politisch-ökonomische Doppelkrise bei H. und Th. Mann (Oelkers), Hessels Flaneur (Gemmel), Sexuelle Progression und ökonomischer Progress (Burgdorf), Warenhaus und Weibblichkeit (Lenz), Ökonomie und Sport im Fußballroman (Sicks), Fetischismus und Theatralität bei Nestroy und Horvath (Bertschik), Agrarökonomen (Delabar)

Außerdem Beiträge zu Polly Tieck/Kata Launisch/Polly Launisch (Ackermann, Emonts), Luise von Landau in Benjamins „Berliner Kindheit“ (Brodersen), einem unbekannten Brief von Hermann Ungar (Ackermann, Vollmer) und Kurt Tuchoslkys „Türke“ (Sölcün).

Erhältlich in jeder Buchhandlung und beim Aisthesis-Verlag.

Erzählte Wirtschaftssachen

Ökonome, Ökonomie und Ökonomisierung in der Literatur und im Film der Weimarer Republik

Ökonomische Faktoren spielen in der Geschichte der ersten deutschen Republik, der Weimarer Republik, eine große Rolle. Die Hinterlassenschaften der Kriegswirtschaft – mit Reparationsforderungen und Kriegsschulden – und die sich daran anschließenden Auseinandersetzungen um eine demokratische Wirtschaftsform prägten die Anfangsjahre der Republik. Stellte sich vor dem Hintergrund des Aufstandes der Arbeiter- und Bauernräte nicht nur die grundsätzliche Frage nach der auch ökonomischen Organisation des Gemeinwesens, waren es nach Kriegsende auch ganz praktische Fragen, wie die außenwirtschaftliche Isolation, die mangelnden Rohstoffe, die Staatsverschuldung und der sozialstaatliche Neubeginn  die einen langen Weg zur Friedenswirtschaft in allen Bereichen (Agrarwirtschaft, Handel und Gewerbe, Kaufkraft, Arbeitnehmerrechte) – und dies im Kontext eines durch den Krieg gestörten europäischen Wirtschaftsraums – versprachen. 
Die Inflation wird zur Urkatastrophe der Republik und verändert die gesellschaftlichen Grundlagen der jungen Republik noch einmal radikal. 

Mit Beiträgen von Kai Sicks, Thomas Lenz, Dirk Hempel, Anna Burgdorf, Philipp Stiasny, Michael Grisko, Walter Delabar, Iuditha Balint, Christiane Nowak, Enno Stahl, Alexander Kluger, Jens Hobus, Daniel Lutz, Robert Radu, Mirko Gremmel, Ann-Cathrin Oelkers, Julia Bertschik

und weiteren Beiträgen im Magazin von Hartmut Vollmer, Frauke Schlieckau, Martina Emonts, Polly Tieck und Momme Brodersen

Erscheint im Spätsommer 2013 als JUNI Heft 47 / 48 und als Sammelband im Aisthesis Verlag, Biefefeld. Hrsg. von Michael Grisko, Gregor Ackermann und Walter Delabar